{"id":590,"date":"2012-09-03T11:05:20","date_gmt":"2012-09-03T09:05:20","guid":{"rendered":"http:\/\/sauseschritt.net\/?p=590"},"modified":"2020-02-25T20:50:52","modified_gmt":"2020-02-25T18:50:52","slug":"mietskasernen-in-berlin-gegen-ende-des-19-jahrhunderts","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sauseschritt.net\/?p=590","title":{"rendered":"Wohnungselend in Berlin w\u00e4hrend der Urbanisierung"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Bundesarchiv_Bild_183-1983-0225-309,_Wohnungselend.jpg?uselang=de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignleft\" title=\"Bundesarchiv, Bild 183-1983-0225-309 \/ CC-BY-SA In dieser Wohnung, bestehend aus einem Zimmer und einer K\u00fcche, lebten zu Beginn des 20. Jhdts. 11 Personen\" src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/9\/98\/Bundesarchiv_Bild_183-1983-0225-309%2C_Wohnungselend.jpg\" alt=\"Bundesarchiv, Bild 183-1983-0225-309 \/ CC-BY-SA In dieser Wohnung, bestehend aus einem Zimmer und einer K\u00fcche, lebten zu Beginn des 20. Jhdts. 11 Personen\" width=\"509\" height=\"359\"><\/a>In seinem Erfahrungsbericht von einem Besuch in einer Mietskaserne im Berliner Stadtteil Wedding beschreibt der damalige Journalist Albert S\u00fcdekum die Wohn- und Lebensverh\u00e4ltnisse einer Arbeiterfamilie zur Zeit der<br \/>\nUrbanisierung im Deutschen Kaiserreich. Er begleitete an einem hei\u00dfen und schw\u00fclen Augusttag in der Mitte der 1890er Jahre einen befreundeten Arzt bei einem Krankenbesuch in eine Wohnung. Die Patientin wohnte mit ihrer f\u00fcnfk\u00f6pfigen Familie im dritten Stock eines Hinterhauses. Aus Geldmangel musste das einzige Zimmer der Wohnung untervermietet werden, so dass der Familie nur die K\u00fcche zum Wohnen blieb.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Arzt seine Patientin untersuchte, machte S\u00fcdekum seine Notizen \u00fcber die Wohnsituation der Familie. Er beschreibt die \u00e4rmliche Ausstattung der Wohnk\u00fcche bis ins Detail. In der K\u00fcche lebten au\u00dfer der Frau noch drei Kinder sowie der Ehemann, der Gelegenheitsarbeiter war. S\u00fcdekum berichtet von der l\u00e4ndlichen Herkunft der Familie und von den zahlreichen Umz\u00fcgen der Familie innerhalb der Gro\u00dfstadt. Durch Krankheiten und Fehl- oder Totgeburten wurde die Familie immer wieder zur\u00fcckgeworfen.<\/p>\n<p>Der Bericht der kranken Frau \u00fcber die schlechten Wohn- und Lebensverh\u00e4ltnisse der Familie \u2013 sie hatten nur ein einziges Bett \u2013 lie\u00df&nbsp;die&nbsp;Erkrankte&nbsp;fast verzweifeln.&nbsp;Ihr Ehemann war schon seit einigen Tagen kaum in der Wohnung; er zog es vor, bei der gro\u00dfen Hitze au\u00dfer Haus zu schlafen. Die Frau konnte den L\u00e4rm und die br\u00fctende Hitze<br \/>\nin der Wohnung nicht mehr ertragen;&nbsp;sie f\u00fcrchtete den Verstand zu verlieren und<br \/>\nsich das Leben zu nehmen.<!--more--><\/p>\n<p>S\u00fcdekum berichtet sehr anschaulich von seiner \u201eersten Forschungsreise in das dunkle Land der Berliner Armenwohnungen\u201c. Er beschreibt ein \u201emenschenreiches Massenmietshaus\u201c in der N\u00e4he der Reinickendorfer Stra\u00dfe im Wedding. Berlin hatte sich zum Ende des 19. Jahrhunderts zur gr\u00f6\u00dften Mietskasernenstadt der Welt entwickelt und mit durchschnittlich 78 Bewohnern pro Wohngeb\u00e4ude lag die Behausungsziffer in Berlin weltweit deutlich \u00fcber der anderer Gro\u00dfst\u00e4dte.[1]<\/p>\n<p>Der Journalist und der Arzt besuchten eine kranke Frau im dritten Stock eines Quergeb\u00e4udes. Ein typisches Berliner Mietshaus setzte sich zusammen aus Vorderhaus, Seitenfl\u00fcgel und einem oder mehreren Quergeb\u00e4uden, gruppiert waren die bis zu f\u00fcnf Stockwerke der Geb\u00e4ude um meist nur 5,60 Meter im Quadrat messende Lichth\u00f6fe &#8211; gerade einmal so gro\u00df, dass ein L\u00f6schfahrzeug darin wenden konnte.[2] S\u00fcdekum berichtet von einer Kinderschar unterschiedlichen Alters, die l\u00e4rmend im Hof spielte. Er beschreibt diese Kinder als \u201earme Gro\u00dfstadtpflanzen\u201c, ganz im Gegensatz zur \u201egl\u00fccklicheren Jugend des Dorfes\u201c &#8211; das Leben auf dem Lande hierbei wohl etwas idealisierend. Mit seiner pathetischen Schilderung \u00fcber die \u201estagnierende Luft\u201c, die \u201ebleischwer\u201c im engen Hof lag und der \u201ebr\u00fctende[n] Hitze\u201c, entstanden durch die seit Tagen von der Sonne gesandten \u201eGlutpfeile\u201c vermittelt er einen Eindruck der damaligen klimatischen Situation im stickigen Hinterhof einer Berliner Mietskaserne.<\/p>\n<p>Ebenso anschaulich wird der Weg durch das Treppenhaus \u00fcber knarrende Stufen beschrieben und S\u00fcdekum meint, dass der \u201eherrschaftlich Wohnende\u201c sich diesen L\u00e4rm einem solchen Treppenhaus gar nicht vorstellen k\u00f6nne. Die Wohnungen waren damals in folgende Kategorien untergeteilt: \u201ehochherrschaftlich\u201c, \u201eherrschaftlich\u201c, \u201cb\u00fcrgerlich\u201c, und \u201eeinfach\u201c. Diese Klassifizierung ber\u00fccksichtigte die Lage und Ausstattung der Wohnungen,<br \/>\nsowie die Qualit\u00e4t der verwendeten Baumaterialien.[3] In den \u201eeinfachen\u201c Wohnungen wurden minderwertige Materialien, wie z.B. d\u00fcnne Holzdielen verwendet, die schnell nachgaben und so knarrenden L\u00e4rm verursachten.<\/p>\n<p>S\u00fcdekum schreibt von drei Wohnungseing\u00e4ngen auf jedem Stockwerk, die \u201emit mehreren Schildern oder Karten beh\u00e4ngt waren. Die meisten Wohnungen in diesem Quergeb\u00e4ude hatten nur zwei R\u00e4ume, n\u00e4mlich eine Stube und K\u00fcche. Das einzige Zimmer wurde teilweise an \u201eSchlafburschen\u201c und \u201eLogierm\u00e4dchen\u201c untervermietet, um so die Mietkosten zu senken &#8211; daher auch die vielen T\u00fcrschilder. In Berlin gab es zu Beginn des 20. Jahrhunderts 251.550 Einzimmerwohnungen mit 768.837 Bewohnern. Durch die Untervermietung an Schlafg\u00e4nger wurde diese hohe Wohndichte noch weiter erh\u00f6ht, so hatten um 1880 etwa 15 Prozent aller Haushalte in Berlin einen oder mehrere Schlafg\u00e4nger in ihrer Wohnung.[4] Nach einer Erhebung in Berlin aus dem Jahre 1885, bei der die Wohnungsgr\u00f6\u00dfen und Berufe der Mieter erfasst wurden, &nbsp;wohnten 80 Prozent der ungelernten Arbeiter in Einzimmerwohnungen mit einer K\u00fcche oder Kammer.[5]<\/p>\n<p>Auch in der aufgesuchten Wohnung war das einzige Zimmer \u201eabvermietet\u201c worden, die f\u00fcnfk\u00f6pfige Familie lebte in der K\u00fcche, die sie ungef\u00e4hr 8-9 Mark Miete im Monat kostete. Der Jahresverdienst eines ungelernten Arbeiters lag um die 900 Mark, eine Wohnung<br \/>\nmit einem heizbaren Zimmer kostetet in Berlin 1895 etwa 230 Mark im Jahr, was ungef\u00e4hr einem Viertel des Jahresbudgets eines Hilfsarbeiters entsprach. Fast die H\u00e4lfte<br \/>\ndes Jahresverdienstes wurde f\u00fcr Nahrung ausgegeben, so dass f\u00fcr Kleidung, M\u00f6bel<br \/>\nund sonstige Bed\u00fcrfnisse nur noch wenig Geld \u00fcbrig blieb.[6]<\/p>\n<p>Dies erkl\u00e4rt auch die Ausstattung der besuchten Wohnung, der Raum der Familie wird als ausgesprochen als unwohnlich beschrieben: Die Mutter lag mit einer Fu\u00dfverletzung, die sie sich beim Zeitungsaustragen zugezogen hatte, im einzigen Bett des sp\u00e4rlich m\u00f6blierten Raumes. Der Tisch war vollgepackt mit diversen Haushaltsutensilien und nicht gereinigtem Geschirr. Die Kleidung der Familie hing an den W\u00e4nden, in der Ecke standen noch eine Kommode, ein Korbsessel und zwei Schemel. Es war kaum m\u00f6glich, einen Raum in dem gekocht, gegessen, geschlafen und gewaschen wurde, sauber und ordentlich zu halten. Der Arzt konstatierte, dass die Frau auf Grund der Lebenssituation ihrer Familie neben ihrer Verletzung zudem psychisch stark belastet war. Die schlechte Wohnsituation vieler Arbeiterfamilien war gekennzeichnet durch einen Mangel an Licht und Luft, durch<br \/>\n\u00dcberhitzung im Sommer sowie K\u00e4lte und Ofenabgase im Winter. Der kondensierte<br \/>\nWasserdampf in den \u00fcberbelegten R\u00e4umen beg\u00fcnstigte die Entstehung von Atemwegserkrankungen,f\u00fchrte aber auch zu Niedergeschlagenheit und Depressionen.[7]<\/p>\n<p>Die Arbeit des Mannes, der als Flaschensp\u00fcler bei einem Bierverlag t\u00e4tig war, wurde schlecht bezahlt. Im Allgemeinen reichte der Verdienst eines ungelernten Arbeiters nicht aus, eine Familie mit Kindern zu ern\u00e4hren.[8] Wenn die Kinder etwas gr\u00f6\u00dfer waren, mussten sie als Boten, Zeitungsverk\u00e4ufer oder mit \u00e4hnlichen T\u00e4tigkeiten etwas zum Familienbudget dazuverdienen. Die M\u00fctter \u00fcbernahmen oft schlecht bezahlte Heimarbeit als N\u00e4herin oder aber Gelegenheitsarbeitenau\u00dfer Haus, wenn die Kinder aus dem S\u00e4uglingsalter heraus waren.<\/p>\n<p>Die beschriebene Familie kam in der Mitte der 1880er Jahre aus einem Dorf in Pommern nach Berlin. Als Motiv f\u00fcr den Umzug in die Stadt gab die Frau an, dass ihr Mann ein \u201eSozialer\u201c war \u2013 also ein Sympathisant&nbsp; der Sozialdemokraten \u2013 und dadurch \u201emit dem &nbsp;Gutsbesitzer in Konflikt geraten war\u201c. Neben k\u00f6rperlichen Z\u00fcchtigungen der Gutsherren, die damals rechtm\u00e4\u00dfig waren, mussten&nbsp;sozialdemokratisch orientierte Landarbeiter staatliche Sanktionen auf Grund der bis 1890 geltenden Sozialistengesetze f\u00fcrchten. Ein weiterer Grund f\u00fcr die \u201eLandflucht\u201c, insbesondere aus den agrarisch gepr\u00e4gten Gebieten \u00f6stlich der Elbe, waren die schlechten Verdienstm\u00f6glichkeiten auf dem Lande.&nbsp;&nbsp;In der Hoffnung auf ein materiell besseres und freieres Leben zog es die junge Landbev\u00f6lkerung in die St\u00e4dte und die expandierenden Industrieregionen des Deutschen Reiches. [9]<\/p>\n<p>S\u00fcdekum befragte die Frau nach ihren \u201eWohnschicksalen\u201c seit dem Wegzug der Familie vom Lande. Sie berichtete davon, dass die Familie etwa alle sechs Monate die Wohnung wechselte, und die Gr\u00f6\u00dfe der bezogenen Wohnungen stark abh\u00e4ngig vom wechselnden Verdienst&nbsp;ihres Mannes war. Die innerst\u00e4dtische Mobilit\u00e4t war in den Ballungsgebieten stark ausgepr\u00e4gt, oftmals auf Grund kurzfristiger, h\u00e4ufig wechselnder Arbeitsstellen<br \/>\naber auch wegen der h\u00e4ufigen Mietr\u00fcckst\u00e4nde und der K\u00fcndigung des Mietvertrages durch den Vermieter. In Berlin schwankten die j\u00e4hrlichen Wohnungswechsel im Zeitraum von 1879&nbsp;bis 1894 zwischen 65 und 43 Prozent. Der Volksmund bemerkte damals: \u201eZehnmal umziehen ist wie einmal abgebrannt\u201c.[10]<\/p>\n<p>Zur\u00fcck geworfen wurde die Familie au\u00dferdem mehrmals durch Fr\u00fch- oder Totgeburten. Die S\u00e4uglingssterberate in Berlin lag zwischen&nbsp; 1891 und 1894 bei 24,2<br \/>\nTotgeburten pro 100 Geburten[11] und d\u00fcrfte in den Arbeiterquartieren mit den schlechten Wohnverh\u00e4ltnissen noch deutlich h\u00f6her gelegen haben. Die beiden letzten lebend geborenen Kinder der Familie brachte die Mutter in der jeweils bewohnten Mietwohnung zur Welt \u2013 Hausgeburten waren damals nichts Au\u00dfergew\u00f6hnliches.<\/p>\n<p>Staatliche Armenunterst\u00fctzung hatte die Familie bisher noch nicht in Anspruch genommen, stattdessen gab es gelegentlich finanzielle Hilfe von verm\u00f6genden Bekannten. Es ist anzunehmen, dass der Mann einer Jugendfreundin \u2013 ein ehemaliger Maurerpolier \u2013 durch den anhaltenden Boom in der Baubranche zu seinem Verm\u00f6gen gekommen ist. Bemerkenswert ist, dass es damals \u00fcberhaupt eine derartige Solidarit\u00e4t au\u00dferhalb der Familie gegeben hat.<\/p>\n<p>Die Familie schlief umschichtig in dem einzigen Bett, die Kinder schliefen auf<br \/>\nausgebreiteter Kleidung auf dem Fu\u00dfboden und durften erst in das&nbsp;warme Bett<br \/>\nkriechen, wenn Vater und Mutter aufgestanden waren, was gew\u00f6hnlich \u201evor 5 Uhr<br \/>\nmorgens\u201c geschah. Das Tagewerk der Eltern als Flaschensp\u00fcler und Zeitungsaustr\u00e4gerin begann demnach in den fr\u00fchen Morgenstunden. Die 14-j\u00e4hrige Tochter k\u00fcmmerte sich w\u00e4hrenddessen um den Haushalt und war zus\u00e4tzlich stundenweise als \u201eAusl\u00e4uferin\u201c<br \/>\nmit Boteng\u00e4ngen besch\u00e4ftigt, um den Verdienst der Familie aufzubessern.<\/p>\n<p>In dieser schwierigen Situation der Familie lie\u00df der Familienvater allerdings die notwendige Solidarit\u00e4t vermissen und war auch nach \u201eFeierabend\u201c kaum zu Haus. Der meist unzureichende Verdienst der ungelernten Arbeiter l\u00f6ste oft eine dauernde Unzufriedenheit bei ihnen aus. Die Frauen wurden durch die Haushaltsf\u00fchrung, Kinderbetreuung und einer zus\u00e4tzlichen Nebenbesch\u00e4ftigung physisch und psychisch aufgerieben. So wurde die Ehe von Arbeiterfamilien oftmals auf eine harte Probe gestellt. Die Familienv\u00e4ter fl\u00fcchteten nicht selten vor&nbsp;ihren &nbsp;nerv\u00f6sen, schimpfenden Ehefrauen in eine der zahlreichen Berliner Eckkneipen, die damals ausschlie\u00dflich m\u00e4nnlichen Besuchern vorbehalten waren.[12]<\/p>\n<p>Die von Albert S\u00fcdekum beschriebenen elenden Wohn- und Lebensverh\u00e4ltnisse einer Arbeiterfamilie in einer Berliner Mietskaserne am Ende des 19. Jahrhunderts decken sich mit der neueren Forschungsliteratur. Anhand der dort ermittelten Zahlen und Fakten ist festzustellen, dass das Wohnschicksal der von S\u00fcdekum beschriebenen Familie keine Ausnahme, sondern f\u00fcr die Familien von Hilfs- und Gelegenheitsarbeitern eher die Regel war. Zusammenfassend l\u00e4sst sich sagen, dass das Leben von Unterschichtfamilien damals von Kargheit und Verzicht, beengten und ungesunden Wohnverh\u00e4ltnissen sowie von Risiken wie Krankheit, Arbeitslosigkeit und Armut gepr\u00e4gt war.<\/p>\n<p>Derartig beengte Wohnverh\u00e4ltnisse, wie sie zur Zeit der Urbanisierung anzutreffen waren, sind im Deutschland der Gegenwart wohl eher selten geworden &#8211; allerdings d\u00fcrften die weiter stark steigenden Mietkosten den Geringverdienern heute \u00e4hnliche Sorgen bereiten, wie den Gelegenheitsarbeitern damals.<\/p>\n<div>\n<hr size=\"1\">\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Quelle:<\/span><\/p>\n<p>Albert S\u00fcdekum: Gro\u00dfst\u00e4dtisches Wohnungselend, S. 14-19, in: Gro\u00dfstadt Dokument, Bd. 45, in: Im Sittenspiegel der Gro\u00dfstadt, 4. Bd., \u00d6ffentliches und heimliches Berlin, hg. v.: Hans Ostwald, Berlin und Leipzig 1908.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Literatur:<\/span><\/p>\n<p>Rosemarie Baier: Leben in der Mietskaserne. Zum Alltag Berliner Unterschichtsfamilien in den Jahren 1900 bis 1920, in: Gesine Asmus: Hinterhof, Keller und Mansarde. Einblicke in Berliner Wohnungselend 1901 \u2013 1920, Reinbek 1982.<\/p>\n<p>Franz Br\u00fcggemeier, Lutz Niethammer: Wie wohnten Arbeiter im Kaiserreich,&nbsp; in: Archiv f\u00fcr Sozialgeschichte, Jg. 16 (1976).<\/p>\n<p>Johann Friedrich Geist; Klaus K\u00fcrvers: Das Berliner Mietshaus, Bd. 2, M\u00fcnchen 1984.<\/p>\n<p>Werner Hegemann: 1930. Das steinerne Berlin ; Geschichte der gr\u00f6\u00dften Mietskasernenstadt der Welt. Geringf\u00fcgig gek\u00fcrzte Ausgabe der Originalfassung von 1930. Berlin 1963.<\/p>\n<p>Ralf Thies: Ethnograph des dunklen Berlin. Hans Ostwald und die &#8222;Gro\u00dfstadt-Dokumente&#8220;, K\u00f6ln 2006.<\/p>\n<p>Volker Ullrich: Die nerv\u00f6se Gro\u00dfmacht. Aufstieg und Untergang des deutschen Kaiserreichs 1871 \u2013 1918, Frankfurt am Main 2007.<\/p>\n<p>J\u00f6rg V\u00f6gele: Sozialgeschichte st\u00e4dtischer Gesundheitsverh\u00e4ltnisse w\u00e4hrend der Urbanisierung, Berlin 2001.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Anmerkungen:<\/span><\/p>\n<p>[1] Werner Hegemann: 1930. Das steinerne Berlin, S<strong>. <\/strong>19.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<div>\n<p>[2] Ebd., S. 230<\/p>\n<p>[3] Johann Friedrich Geist; Klaus K\u00fcrvers: Das Berliner Mietshaus, S. 270.<\/p>\n<p>[4] J\u00f6rg V\u00f6gele: Sozialgeschichte st\u00e4dtischer Gesundheitsverh\u00e4ltnisse, S. 232.<\/p>\n<\/div>\n<div>\n<p>[5] Franz Br\u00fcggemeier, Lutz Niethammer: Wie wohnten Arbeiter im Kaiserreich, S. 69.<\/p>\n<p>[6] Ebd., S. 112.<\/p>\n<p>[7] Ebd., S. 94.<\/p>\n<p>[8] Ebd., S. 115.<\/p>\n<p>[9] Volker Ullrich: Die nerv\u00f6se Gro\u00dfmacht, S. 136.<\/p>\n<p>[10] Br\u00fcggemeier, Niethammer: Wie wohnten Arbeiter im Kaiserreich, S. 83-84.<\/p>\n<p>[11] V\u00f6gele: Sozialgeschichte st\u00e4dtischer Gesundheitsverh\u00e4ltnisse, S. 135.<\/p>\n<p>[12] Rosemarie Baier: Leben in der Mietskaserne, S.251.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In seinem Erfahrungsbericht von einem Besuch in einer Mietskaserne im Berliner Stadtteil Wedding beschreibt der damalige Journalist Albert S\u00fcdekum die Wohn- und Lebensverh\u00e4ltnisse einer Arbeiterfamilie zur Zeit der Urbanisierung im Deutschen Kaiserreich. 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